Wenn die Rekrutierung scheitert: was vor der nächsten Studie zu klären ist

Wenn die Rekrutierung scheitert: was vor der nächsten Studie zu klären ist

Wenn die Rekrutierung scheitert: was vor der nächsten Studie zu klären ist

Wenn die Rekrutierung scheitert: was vor der nächsten Studie zu klären ist

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Zugang und Feld

Von

leefs Redaktion

Die Studie war geplant, das Panel beauftragt, und am Ende saßen Teilnehmende vor dem Prototyp, die das Produkt nie im Alltag benutzen. Wer Ihr Produkt benutzt, hat keine Zeit für Studien: Landwirtinnen in der Ernte, Operatoren in der Schicht, Sachbearbeitung vor dem Jahresabschluss. Wir haben Rekrutierungen an diesen Kalendern scheitern sehen, in eigenen Projekten und bei Teams, die uns danach angerufen haben. Diese Checkliste ordnet die Fragen, an denen Studien mit Standard-Panels gescheitert sind, damit Sie die nächste Rekrutierung vor dem Studienplan klären.

Einordnung

Standard-Panels liefern Teilnehmende, aber selten Ihre Nutzenden. Ein Panel rekrutiert nach Merkmalen, die sich abfragen lassen: Alter, Beruf, Region, Gerät. Ob eine Person die Aufgabe, um die es in der Studie geht, im eigenen Arbeitsalltag ausführt, lässt sich mit einem Screener prüfen, dem Fragebogen zur Vorauswahl, der den Nutzungskontext kennt. Gehen Sie die Punkte unten durch, bevor Sie ein Panel beauftragen. Zu jedem Punkt steht, was vorliegen muss und woran Sie im Review erkennen, ob die Angabe erhoben oder angenommen ist.

Die Checkliste

  • Es ist geklärt, wer die Aufgabe ausführt. Der Betriebsleiter kauft das Terminal, der Fahrer bedient es; die Kanzleiinhaberin unterschreibt den Vertrag, die Sachbearbeitung nutzt die Software täglich. Die Studie braucht die Person, die die Aufgabe ausführt. Erhoben ist die Antwort, wenn sie aus einer Beobachtung oder einem Gespräch im Betrieb stammt; die Auskunft des Vertriebs, wer das Produkt nutzt, ist eine Annahme.

  • Der Nutzungskontext dieser Person ist beschrieben. Aufgabe, Werkzeug, Umgebung und Zeitdruck nach ISO 9241-210 sind die Merkmale, nach denen der Screener fragen muss; Alter und Beruf reichen dafür nicht aus. Prüfen Sie, ob die Beschreibung ein Datum und einen Ort der Erhebung nennt oder ob das Team sie im Besprechungsraum aufgeschrieben hat.

  • Der Kalender der Zielgruppe ist bekannt. Erntezeit, Schichtplan und Abschlusstermine legen fest, wann diese Menschen erreichbar sind. Ein Studienplan, der diesen Kalender ignoriert, findet keine Teilnehmenden oder die falschen. Lassen Sie sich den Kalender von Personen aus der Zielgruppe oder dem Betrieb bestätigen; ein Kalender aus eigener Einschätzung ist geschätzt.

  • Der Zugangsweg ist benannt. Manche Zielgruppen sind nur über den Betrieb, den Vertrieb, die Schichtleitung oder einen Verband erreichbar. Klären Sie diesen Weg vor der Studie, damit die Runde entfällt, in der das Panel leer bleibt. Erhoben ist der Weg, wenn die Ansprechperson dort mit Namen feststeht und zugesagt hat.

  • Die Einwilligung ist geklärt. Beobachtung am Arbeitsplatz, Aufzeichnung und Weitergabe von Erkenntnissen an das Produktteam brauchen eine Einwilligung, die zur Situation passt; bei institutionellen Kunden und Berufsgeheimnisträgern zusätzlich die Freigabe der Organisation. Geklärt ist der Punkt, wenn die Einwilligungserklärung vorliegt und die Organisation sie freigegeben hat; welche Regeln gelten, klärt der Datenschutz.

  • Der Screener prüft die Passung zum Nutzungskontext. Fragen nach der konkreten Aufgabe in der letzten Woche trennen Menschen, die das Produkt benutzen, von Menschen, die es kennen. Lesen Sie den Screener daraufhin durch, ob er nach Handlungen fragt oder nach Selbsteinschätzung; „nutzen Sie regelmäßig" ist eine Selbsteinschätzung.

  • Es ist entschieden, wofür ein Standard-Panel ausreicht. Für Studien zu allgemeinen Aufgaben (eine Website lesen, ein Formular ausfüllen) kann ein Standard-Panel genügen; für Studien zur Fachaufgabe im Betrieb genügt es selten. Halten Sie die Entscheidung mit Begründung im Studienplan fest.

  • Der Ort der Sitzungen passt zur Zielgruppe. Wer im Feld arbeitet, wird im Feld beobachtet; wer in der Schicht arbeitet, im Kontrollraum. Remote-Sitzungen sind eine Option, wenn die Umgebung für die Aufgabe keine Rolle spielt. Ob sie eine Rolle spielt, steht in der Kontextbeschreibung; ohne diese ist die Ortswahl eine Annahme.

  • Der Vorlauf für die Rekrutierung steht im Projektplan. Zielgruppen mit Saison, Schicht oder Fristen brauchen einen längeren Vorlauf als ein Standard-Panel. Wer ihn nicht einplant, verschiebt die Studie oder senkt die Anforderungen an die Teilnehmenden. Erhoben ist der Vorlauf, wenn er aus einer früheren Studie mit derselben Zielgruppe stammt; sonst ist er geschätzt und wird so geführt.

  • Der Zugang bleibt nach der Studie erhalten. Kontakte, Einwilligungen und der Kalender der Zielgruppe gehören in ein eigenes Panel oder eine dokumentierte Liste. Recruiting entscheidet über die interne Research-Fähigkeit. Prüfen Sie nach der Studie, ob die Liste an einem Ort liegt, den das nächste Projekt findet.

Ohne diese Angaben rekrutiert das Panel die falschen Menschen

Wer nicht weiß, wer die Aufgabe ausführt, testet mit Entscheidern statt mit Nutzenden. Wer den Kalender nicht kennt, plant die Studie in die Ernte. Wer den Zugangsweg nicht geklärt hat, wartet auf Teilnehmende, die nur über den Vertrieb erreichbar sind. In einem unserer Projekte stand der Studienplan, bevor jemand mit dem Betrieb gesprochen hatte; die Sitzungen fielen in die Saison, und wir haben die Studie um Monate verschoben. Seitdem beginnt bei uns jede Studienplanung mit dem Kalender der Zielgruppe.

Die Strecke beschreibt in den folgenden Beiträgen, warum die Erntezeit in keinem Projektplan steht, wie der Screener die Passung zum Nutzungskontext prüft und wie ein Jahreskalender für Studien je Zielgruppe entsteht. Der nächste Beitrag: `die-erntezeit-steht-in-keinem-projektplan`.