Aus dem Reifebild wird ein Fahrplan mit Meilensteinen

Aus dem Reifebild wird ein Fahrplan mit Meilensteinen

Aus dem Reifebild wird ein Fahrplan mit Meilensteinen

Aus dem Reifebild wird ein Fahrplan mit Meilensteinen

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Wirkung messen

Von

leefs Redaktion

Ein Reifegradbefund wird erst durch Meilensteine mit Zieltermin, Kennzahl und benannter Verantwortung zu einem Fahrplan. Dieser Beitrag beschreibt den Übergang von der Bewertung zur Planung: Zielstufe je Dimension, Maßnahmen, Reihenfolge und die Kennzahl, an der ein Meilenstein als erreicht gilt. Aus einer Standortbestimmung wird damit eine überprüfbare Planung.

Voraussetzungen

  • Ein Reifebild mit je einem Wert für Prozesse, Strukturen, Kompetenzen und Kultur, mit der Evidenz, auf die sich jeder Wert stützt.

  • Eine Sponsorin oder ein Sponsor auf Leitungsebene, der den Fahrplan verantwortet.

  • Eine Runde, in der über Reihenfolge und Ressourcen entschieden werden kann.

  • Ein vereinbarter Termin für die Wiederholungsmessung.

Wir haben Reifebilder gesehen, die nach der Präsentation nicht weiter bearbeitet wurden, weil der nächste Schritt fehlte. Der Fahrplan ist dieser Schritt, und die folgenden sechs Schritte beschreiben, wie er entsteht.

Schritt 1: Die Zielstufe je Dimension festlegen

Was: Für jede der vier Dimensionen legen Sie fest, welche Stufe des Rasters die Organisation bis zur Wiederholungsmessung erreicht haben soll. Die Zielstufe ist je Dimension verschieden und liegt nicht überall auf dem höchsten Wert.

Warum: Die Dimension mit dem niedrigsten Wert begrenzt die Wirkung der anderen. Dort ist der größte Schritt sinnvoll; in einer Dimension, die bereits hoch liegt, reicht das Halten.

Ergebnis: Vier Zielstufen mit Begründung, abgestimmt mit der Sponsorin.

Schritt 2: Die Maßnahmen je Lücke ableiten

Was: Für jede Dimension leiten Sie aus dem Abstand zwischen Ist und Ziel Maßnahmen ab. Jede Maßnahme geht auf einen Befund aus dem Assessment zurück. Ein Gate ohne Kriterium zur Gebrauchstauglichkeit führt zur Maßnahme, das Kriterium zu definieren und einzuführen. Eine Kompetenz, die an einer Person hängt, führt zur Maßnahme, sie auf eine zweite Person zu übertragen.

Warum: Maßnahmen ohne Befund dahinter lassen sich nicht auf Wirkung prüfen. Der Befund ist der Ausgangswert, die Maßnahme der Weg, die Zielstufe das Ziel.

Ergebnis: Eine Liste von Maßnahmen, je Maßnahme der Befund, auf den sie antwortet.

Schritt 3: Die Reihenfolge bestimmen

Was: Ordnen Sie die Maßnahmen nach Abhängigkeit und Aufwand. Strukturmaßnahmen wie eine Rolle mit Mandat oder ein Entscheidungspunkt im Prozess kommen vor einem Kompetenzaufbau in der Breite, weil eine Schulung ohne Ort für die Anwendung verpufft. Maßnahmen, die eine Leitungsentscheidung brauchen, kommen früh, weil sie den längsten Vorlauf haben.

Warum: Die Reihenfolge entscheidet, ob Maßnahmen aufeinander aufbauen oder sich gegenseitig blockieren.

Ergebnis: Eine Abfolge mit den Abhängigkeiten zwischen den Maßnahmen.

Schritt 4: Die Kennzahl je Meilenstein festlegen

Was: Fassen Sie Maßnahmen zu Meilensteinen zusammen und legen Sie je Meilenstein fest, woran er als erreicht gilt. Die Kennzahl beschreibt einen Zustand: Das Gate-Kriterium ist in der Prozessbeschreibung enthalten und wurde in einem Release angewendet. Zwei Personen haben einen Usability-Test eigenständig durchgeführt. In den Protokollen der Roadmap-Runde ist eine Research-Erkenntnis als Begründung dokumentiert.

Warum: Ein Meilenstein, der eine Aktivität beschreibt („Schulung durchgeführt"), ist erreicht, sobald der Termin vorbei ist. Ein Meilenstein, der einen Zustand beschreibt, ist erst erreicht, wenn sich etwas verändert hat.

Ergebnis: Je Meilenstein eine prüfbare Bedingung und die Quelle, an der sie geprüft wird.

Schritt 5: Termin und Verantwortung zuordnen

Was: Jeder Meilenstein erhält einen Zieltermin und eine verantwortliche Rolle. Die Sponsorin verantwortet den Fahrplan, die Linienverantwortlichen die Maßnahmen in ihrem Bereich, die operative Steuerung den Fortschritt zwischen den Runden.

Warum: Eine Maßnahme ohne Rolle bleibt liegen, sobald das Tagesgeschäft Vorrang hat.

Ergebnis: Eine Tabelle mit Meilenstein, Kennzahl, Termin und Verantwortlicher.

Schritt 6: Die Wiederholungsmessung einplanen

Was: Legen Sie den Termin der zweiten Messung fest und frieren Sie das Bewertungsraster bis dahin ein.

Warum: Der Fahrplan endet an der Messung, die zeigt, ob die Zielstufen erreicht wurden. Ohne Termin wird der Fahrplan zu einer Liste offener Punkte.

Ergebnis: Ein Messtermin im Kalender der Steuerungsrunde.

Typische Fehler

  • Die Zielstufe liegt in allen Dimensionen auf dem höchsten Wert. Der Fahrplan ist dann nicht priorisiert.

  • Maßnahmen ohne Kennzahl, etwa „Bewusstsein schaffen". Sie lassen sich weder planen noch prüfen.

  • Meilensteine beschreiben Aktivitäten statt Zustände.

  • Der Fahrplan hat keine Sponsorin. Er wird dann in der ersten Budgetrunde gegen ein Produktvorhaben abgewogen und verliert.

Ergebnis

Am Ende liegt ein Fahrplan mit vier Zielstufen, einer priorisierten Maßnahmenliste, Meilensteinen mit prüfbaren Bedingungen, Terminen und Verantwortlichen und einem Messtermin vor. Er lässt sich in der Steuerungsrunde nachhalten und an der Wiederholungsmessung prüfen. Das Reifebild ist damit von einer Standortbestimmung zu einer Planung geworden, die zeigt, wann sie erfüllt ist.