Die nächste Iterationsschleife beginnt in der Planungsrunde, und Sie steuern sie als Produktverantwortliche, ohne selbst zu erheben oder zu testen. Vor dieser Runde lässt sich in kurzer Zeit prüfen, ob die vorherige Schleife nach ISO 9241-210 abgeschlossen wurde und die kommende ein definiertes Ende hat. Je Punkt steht, was vorliegen muss und woran Sie erkennen, ob es vorliegt.
Einordnung
Eine Iterationsschleife besteht aus Entwurf, Evaluation und Rückfluss der Ergebnisse in Kontextbeschreibung und Anforderungen. Abgeschlossen ist sie, wenn der Rückfluss stattgefunden hat und feststeht, ob die Kriterien erfüllt sind. Die nächste Schleife beginnt mit einem Auftrag, der aus diesem Ergebnis stammt. Die Prüfpunkte fragen nach Dokumenten und Entscheidungen; Methodenkenntnis brauchen Sie dafür nicht. Lassen Sie sich das genannte Dokument oder die genannte Entscheidung zeigen. Eine mündliche Zusicherung reicht nicht, und das sagen wir aus Erfahrung: In Projekten, in denen wir die Punkte mündlich abgefragt haben, stellte sich der Rückfluss in die Kontextbeschreibung später als ausgeblieben heraus. Seitdem fragen wir nach dem Eintrag mit Datum.
Ergebnisse der letzten Evaluation
Der Evaluationsbericht liegt vor und nennt je Nutzungsanforderung einen Status: erfüllt, nicht erfüllt, nicht geprüft. Ein Bericht, der nur Befunde mit Schweregrad enthält, erfüllt den Punkt nicht.
Die Befunde sind in zwei Arten getrennt: Befunde zur Lösung und Beobachtungen zum Nutzungskontext. Erkennbar an einem eigenen Abschnitt im Bericht oder einer Kennzeichnung je Befund.
Für jede nicht erfüllte Anforderung ist entschieden, ob sie in der nächsten Schleife bearbeitet oder mit dokumentierter Begründung zurückgestellt wird. Erkennbar an einem Eintrag mit Name und Datum.
Anforderungen, die nicht geprüft wurden, sind als solche geführt und nicht als erfüllt. Ein Test, der eine Aufgabe nicht enthielt, sagt über die zugehörige Anforderung nichts aus.
Nutzungskontext und Anforderungen
Die Kontextbeschreibung wurde nach der Evaluation aktualisiert. Erkennbar an Einträgen mit Quelle „Evaluation" und Datum; fehlen solche Einträge, ist der Rückfluss ausgeblieben.
Neue Beobachtungen aus einer einzelnen Sitzung sind als Hinweis gekennzeichnet, Beobachtungen aus mehreren Sitzungen als Grundlage. Ohne diese Unterscheidung wird ein Einzelfall zur Anforderung.
Die Nutzungsanforderungen wurden nachgezogen: neue Anforderungen aus neuen Beobachtungen, geänderte Bedingungen in bestehenden Anforderungen. Erkennbar an einer Versionsangabe oder einem Änderungsvermerk nach dem Testdatum.
Jede Anforderung nennt weiterhin Nutzergruppe, Aufgabe, Bedingung und Quelle. Eine Anforderung, die bei der Überarbeitung ein Bedienelement erhalten hat, ist zur Lösung geworden; lassen Sie sie auf das Erfordernis zurückführen.
Prüfkriterium für die kommende Schleife
Jede Anforderung, die in der kommenden Schleife bearbeitet wird, hat ein Kriterium mit Bedingung, beobachtbarem Verhalten und Schwelle. Erkennbar daran, dass sich das Kriterium nach dem Test mit Ja oder Nein beantworten lässt.
Die Schwelle je Kriterium ist dokumentiert und begründet, etwa aus der Fehlerfolge oder der Häufigkeit der Aufgabe. Eine Schwelle ohne Begründung wird nach dem Test verhandelt.
Es ist festgelegt, welche Evaluationsmethode das Kriterium prüft, und die Methode passt zur Reife des Entwurfs. Ein Kriterium zur Effizienz lässt sich an einem Papierprototyp nicht messen.
Es ist festgelegt, was passiert, wenn das Kriterium nach der Schleife nicht erfüllt ist: eine weitere Schleife, eine dokumentierte Abweichung oder eine Entscheidung durch eine benannte Person. Fehlt diese Festlegung, entscheidet das Restbudget.
Planung der Schleife
Die Evaluation ist im Plan der Schleife mit Termin, Testpersonen und Verantwortung eingetragen. Eine Evaluation, die nur als Absicht besteht, entfällt bei Zeitdruck.
Nach der Evaluation ist Zeit für Auswertung, Rückfluss und Überarbeitung eingeplant. Ein Test am letzten Tag der Schleife erzeugt Befunde ohne Empfänger.
Der Umfang der Schleife ist auf die Anforderungen begrenzt, die bearbeitet werden. Ein Umfang, der aus dem Feature-Backlog stammt und keine Anforderung nennt, ist eine Entwicklungsphase ohne Zyklus.
Die Personen, die nach der Evaluation entscheiden, sind benannt und haben den Termin. Eine Entscheidung ohne benannte Teilnehmende fällt in der Regel im nächsten Statusmeeting und ohne Vorlage.
Was ohne diese Prüfpunkte passiert
Ohne Status je Anforderung wird die Freigabe an der Länge der Befundliste festgemacht. Ohne Rückfluss in die Kontextbeschreibung beginnt jede Schleife mit dem Wissensstand der ersten. Ohne Kriterium endet die Gestaltung, wenn Zeit oder Geld verbraucht sind, und niemand kann sagen, ob die Anforderungen erfüllt sind. Ohne eingeplante Evaluation wird die Schleife zur Entwicklungsphase. Die Prüfpunkte nehmen Ihnen keine Entscheidung ab; sie sorgen dafür, dass Sie in der Planungsrunde eine Vorlage haben, auf der die Entscheidung beruht.
